Museum Obernberg

Im Anton Reidinger Haus wird in Zukunft die bemerkenswerte künstlerische Geschichte Obernbergs präsentiert.
Denn der Ort scheint als passauische Bischofsresidenz  zeitweilig auch Aufenthaltsort bedeutender Künstler gewesen zu sein. Möglicherweise hat sich auch Walther von der Vogelweide, als zeitweiliger Dienstnehmer des Bischofs von Passau hier aufgehalten.

Außergewöhnlich ist auf jeden Fall, dass zwei bedeutende Künstler des sogenannten „Donaustils“, einer spätgotischen  Tafelmalkunst um 1500, engen Bezug zu Obernberg hatten: Rueland Frueauf der Ältere und Rueland Frueauf der Jüngere. Der „Ältere“ wurde eventuell sogar hier geboren, zumindest sein Vater Ulrich und Großvater Jörg waren Obernberger Bürger.

Maler Hans Egkhel , der spätgotische „Meister der Katharinenlegende“, heute zu sehen im Stift Melk, stammt mit Sicherheit von hier. Sein Testament aus dem Jahr 1495, in dem er in der „Kirche der Schöffleute“ eine Messe lesen ließ, ist noch erhalten. Eine Übersetzung davon ist im Heimatmuseum zu betrachten.

Mitte des 18.Jhdts. lebte einer der bedeutendsten Stuckateure des deutschsprachigen Raums mehrere Jahre lang in Obernberg: Johann Baptist Modler.

Und schließlich war der Markt langjähriger Wirkungsbereich und schließlich Wahlpfarre  und Sterbeort des bekannten Mundartdichters Pfarrer Anton Reidinger.
Der „Sänger der Weihnacht“  ist Texter und Komponist  eines der beliebtesten Weihnachtslieder überhaupt:  „Es wird scho glei dumpa“ stammt aus der Feder Anton Reidingers.

Die zahlreichen Aktivitäten aller Obernberger Vereine tragen dazu bei, Obernberg wieder zu dem blühenden Kunst-Markt werden zu lassen, der er einst war.

 

Heimat- und Kulturverein, Marktplatz 22, 4982 Obernberg am Inn, Tel.: +43 (07758) 2255, Mobil: +43 (0676) 6133531, Email: info@museum-obernberg.at viamedia